Allgäu und der Rest der Welt


Mit dem Motorrad zum Kaukasus



Fasziniert war ich schon lange von diesem Gebirge und seit man einfach dort hin reisen kann, hatte ich es auf meiner Wunschliste. Nachdem ich einige Bücher über swanetische Bergsteiger, aber auch die Kaukasische Fahrt von Alexandre Dumas und Durch den Wilden Kaukasus von Fritz Pleitgen gelesen hatte kam ich zu dem Schluss, dass ich dort hin musste.

Eigentlich wollte ich von Georgien über den Kaukasus und weiter zum Elbrus. Den Elbrus noch zu besteigen wäre schön gewesen, aber leider sind die Grenzen von Georgien nach Russland geschlossen, so sah dann der Plan so aus:


Fähre Ancona - Cesme, durch die Türkei über Pamukkale und Kappadokien nach Georgien. Dort über Tiflis nach Kazbegi und noch nach Swanetien. Dann zurück in die Türkei nach Trabzon, mit der Fähre nach Sochi in Russland und zurück über die Ukraine mit Krim, Moldawien, Rumänien und Ungarn.


Da die Reise ziemlich genau 9000 km lang und über 1000 Fotos schön war, habe ich den Bericht in zwei Teile geteilt.


1. Die Reise bis und durch Georgien


2. Die Rückfahrt über Russland - Ukraine - Moldawien - Rumänien - Ungarn - Österreich





Hier stehen wir im unbekannten Swanetien in Georgien.



Und hier noch ein paar Fakten zu unserer Kaukasus Tour
v
om 8. bis 29. Sept. 2007


Fahrtstrecke:

Italien, Fähre Ancona durch den Isthmus von Korinth nach Cesme bei Izmir, Türkei - Georgien über Achalchidze-Tbilissi-Kazbegi-Kutaissi-Sugdidi-Mestia-Poti-Batumi - Türkei, Fähre Trabzon -  Sochi, Russland - Ukraine - Moldawien - Rumänien -Ungarn -Österreich - Deutschland.

insgesamt 9000 km an 18 Fahrtagen. 1 Ruhetag, 3 Tage auf der Fähre und       1 Tag im Hafen von Trabzon.



Bereifung: Conti TKC, der die Distanz gut überstand


Pannen: keine nennenswerten, meine 100 000 km - alte GS verbrauchte auf die 9000 km exakt 0,5 Liter Öl (auf die gesamte Distanz, nicht auf 1000 km)!


Benzin:

Tankstellen gibt es auf den befestigten Strassen genügend. Zwischen Sugdidi und Mestia habe ich nur etwas Tankstellen - ähnliches gesehen, ob es da tatsächlich Benzin gibt weiß ich nicht (einfach 140 km). In Kazbegi gibt es eine kleine Tankstelle.


Verkehrsverhältnisse, Strassen
In Georgien, Russland wie Ukraine gelten Verkehrszeichen wenig, die meisten fahren, was die Karre hergibt, bei viel Verkehr (Hauptverkehrsstrassen und große Städte) war dies das gefährlichste der Reise.
In Georgien  sind die Hauptachsen in relativ gutem Zustand, alles andere in eher schlechtem, aber mit jedem robusten Motorrad kein Problem. Kleinere Straßen sind dann schnell unbefestigt, auch sonst fehlt manchmal der Belag. Auch in größeren Städten manchmal fehlende Kanalisationsdeckel !
Die Straße nach Mestia und weiter, die von Batumi nach Achalchidze sind unbefestigt, letztere  eher für Geländewagen geeignet, dto. auch hinter Mestia.
Überall sind Kühe, Pferde, Schweine, Hunde, Gänse oder Hühner auf der Straße, auch auf Hauptverkehrsstraßen !
  


Sonstige Literatur

Alexandre Dumas, Kaukasische Fahrt; Fritz Pleitgen, Durch den wilden Kaukasus;  Alexander Kusnezow, Swanetien; Alex Buchner, Der Bergkrieg im Kaukasus; Rainer Kaufmann, Kaukasus; Ute Friesen und Marcus Würmli, Kulturschock Kaukasus ....